EU lehnt Antrag der Kunststoff Industrie ab, das Einwegplastik-Verbot zu verschieben.




Der Interessenverband der europäischen Kunststoffindustrie, EuPC, hatte sich am 8.4.2020 mit einem mehrseitigen Brief an die Präsidentin der Europäischen Union, Ursula von der Leyen, sowie drei weitere Kommissare gewandt. Die Richtlinie zur Vermeidung von Einwegplastik müsse verschoben werden. Der Brief liegt geht ohne e.V. vor.


Aufgrund der Corona-Krise sei Einwegplastik wichtiger als je zuvor und für Hygiene und Gesundheit unerlässlich. Des Weiteren sei es sehr schwierig für Unternehmen, die schon 2019 beschlossenen Regeln umzusetzen. Auch gäbe es kaum Alternativen zu den Produkten und Verpackungen, und die Markt- und Kreislaufwirtschaft werde behindert.


Die EU hatte Anfang 2019 beschlossen, die Vermüllung und Schädigung der Umwelt durch überflüssiges Einwegplastik nachhaltig einzuschränken. Dazu gehören unter anderem Plastikteller und -besteck sowie Strohhalme, Luftballonstäbe und Wattestäbchen aus Kunststoff; sofern es Alternativen dafür gibt. Dazu kommen Recycling-Regeln und viele andere Details. Sehr sinnvoll alles.


Zwei Jahre Zeit hatte man den europäischen Ländern eingeräumt, dies in die Tat umzusetzen; bis Januar 2021. Passiert ist bislang bekanntlich wenig.


Eben genau diese Zeit zur Umsetzung hätte EuPC nun gerne deutlich verlängert. Das sei eine Frage der Gesundheit und Versorgungssicherheit, so EuPC.


Die EU erteilte EuPC jedoch eine deutliche Absage. "Die Position der Kommission ist nach wie vor, dass die Fristen im EU-Recht eingehalten werden müssen", sagte Vivian Loonela, die Sprecherin der EU-Kommission für Umweltfragen. „Die Mitgliedstaaten haben noch ein Jahr Zeit, um die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.“ (Quelle: Euractiv.com)

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